Die Verzweiflung der Impfwilligen: Von Impfbuchungs-Odysseen und blanken Nerven

Während Gesundheitsminister Spahn am Freitag, vielleicht voll Euphorie über die endlich langsam sinkende Inzidenz, gleich noch den deutschen Impffortschritt lobte, sind in Berlin viele weiter auf der Suche nach einem Termin, so etwa Tagesspiegel-Redakteur Ingo Salmen („in etwa wie das Schlangestehen bei der Wohnungssuche“). Die im Buchungsportal vorgeschlagenen Zeiten kommen ihm mittlerweile vor wie Memorykarten, nur dass sich hinter jeder einzelnen eine Niete verbirgt. Bei den Hausärzten sieht es kaum besser aus: „Praxen sind aktuell einem großen Ansturm (…) ausgesetzt“, schreibt die Kassenärztliche Vereinigung dem Tagesspiegel Checkpoint. Und lässt es sich nicht nehmen, bei der Gelegenheit ein bisschen mit denen zu schimpfen, die wirklich gern geimpft wären: „Permanente Anrufe und Personen, die in die Praxis gehen, um nach der Impfung zu fragen, stören den Praxisbetrieb.“ Verstehen wir. Mindestens ebenso wie den Wunsch, endlich geimpft zu sein.