Vertrauliches Papier zu Radverkehrsverstößen
Steigen wir kurz um in den senatsinternen Personennahverkehr, denn der ist gestört, seit die Verkehrsverwaltung von Regine Günther (Grüne) ein vertrauliches Papier von Senatskanzleichef Björn Böhning (SPD) zu höheren Bußgeldern für radelnde Verkehrsregelverstoßer irgendwo auf der Straße liegen ließ. Von dort flatterte es über Umwege weiter u.a. zum Askanischen Platz Nr. 3 (Tagesspiegel-Adresse). Die Empörung der Aktivisten war groß („Reaktionär!“, CP vom 8.1.), Böhning („Ich fahre gerne Rad in Berlin“) legte nach mit einem Beitrag in der „B.Z.“ - und darüber echauffierte sich dann, ausgerechnet, Günther gestern in der Sitzung des Senats, zur Verwunderung der anderen Teilnehmer der Tafelrunde. Eigentlich ein Fall für die Verkehrslenkung – aber die hat ja genug anderes zu tun (bei dem sie nicht hinterherkommt). Auch der Regierende Bürgermeister hat natürlich eine Meinung zur grünen Verkehrswende – seine Antwort auf die rbb-Frage, wie er 60.000 wegfallende Parkplätze kompensieren will: „Das werden wir sehen, ob es wirklich dazu kommt.“