Stählerne Natur

Sonntagmittag – Was heute an Natur da ist, ist nur da, weil wir beschlossen haben, es vor uns selbst zu schützen – willkommen im Anthropozän. Einen schillernden Dreh verpasst die Potsdamer Künstlerin Claudia Güttner diesem Gedanken: In ihren Arbeiten lässt sie nämlich, um ein paar Klischees zu bemühen, leblosen, seelenlosen, kalten Stahl die feinsten und fragilsten Formen der Natur, organisches Wachstum und pflanzenartiges Sprießen nachahmen. Und, wie um auf die bekannte eine-Minute-vor-Zwölf-Metapher zu verweisen, endet die Ausstellung „Leise Massen“ in der GalerieETAGE im Museum Reinickendorf (Alt-Hermsdorf 35) schon heute. Jetzt hingehen – oder nie.