Jarasch: „SPD, CDU und FDP passen nicht zu Berlin“
Im ersten Tagesspiegel-Talk zur Berlinwahl war gestern Abend Bettina Jarasch zu Gast – moderiert von Robert Ide, wurde die Spitzenkandidatin der Grünen befragt von Intensivpfleger Ricardo Lange, der Busfahrerin und Autorin Susanne Schmidt, dem Unternehmer Jan Ijspeert und der Schülerin Carla Siepmann. Mit Blick auf eine mögliche andere Koalition sagte Jarasch: „SPD, CDU und FDP passen nicht zu Berlin.“ Was in der Kombination (so war es gemeint) als akzeptable Wahlkampfattacke durchgeht, wirkt in der Addition auf die einzelnen Teile durchaus provozierend – aber so oder so: Wer oder was zu Berlin passt, entscheiden am Ende die Wählerinnen und Wähler.
Zum Thema Verkehr sagte Jarasch: „Ich habe nichts gegen Autofahrer“ – aber sie möchte ihnen „das Umsteigen ermöglichen“, denn: „Ich will Verbrenner verbieten.“
Zum Thema Bauen: „Die Traufhöhe ist nicht heilig“, und: 200.000 Wohnungen könnten durch eine weitere Verdichtung der Stadt entstehen, ohne weitere Flächen zu versiegeln.
Jaraschs Fazit nach der 80-minütigen Tour durch die Themen: „Wenn ich ein Kotelett wäre, wäre ich ziemlich durch inzwischen.“ Das bezog sich auf den ursprünglichen Titel des Talks: „Tagesspiegel-Wahl-Barbecue – wir grillen die Kandidierenden“.