Diskutieren Sie mit uns über „Onkel Toms Hütte“

Soll der U-Bahnhof in Zehlendorf umbenannt werden? Diese Frage spaltet Berlin. Wir debattieren mit Ihnen nach Lektüre des Romans von Harriet Beecher Stowe. Von Lorenz Maroldt

Diskutieren Sie mit uns über „Onkel Toms Hütte“
Foto: Daniel Vorndran/DXR/Wikipedia

Der Streit um „Onkel Toms Hütte“ bewegt Berlin: umbenennen - oder nicht? Auch wenn der Ursprung der Berliner Ortsbezeichnung nicht ganz klar ist, feststeht: Alles geht auf den gleichnamigen,1852 veröffentlichten Roman von Harriet Beecher Stowe zurück. Ein widersprüchliches Werk: antirassistisch, aber voller rassistischer Klischees – und mit einem umstrittenen Protagonisten. Hat sich Onkel Tom „entmenschlicht“, um vor seinem Sklavenhalter nicht als Bedrohung wahrgenommen zu werden, wie Moses Pölking meint (er startete die Petition zur Umbenennung)? Oder hat die Autorin ihn „humanisiert“, wie der Kulturhistoriker Wolfgang Kaschuba sagt?

Wir möchten darüber mit Ihnen ins Gespräch kommen – auf der Grundlage des Buchs. Lassen Sie uns das kurze Werk von Harriet Beecher Stowe bis Ende der kommenden Woche gemeinsam lesen (nochmals oder erstmals) und dann darüber diskutieren: digital, aber auch live. Unser Vorschlag: Sie schicken uns Ihre Eindrücke und Rezensionen, wir organisieren den Austausch. Und dann schauen wir mal, wohin uns das führt (demnächst machen ja die Schulen wieder auf, da könnte das auch ein Thema sein). Alles klar? Und wie immer: an checkpoint@tagesspiegel.de. Übrigens: „Onkel Toms Hütte“ gibt es als E-Book für 1 Euro, und auch in der gedruckten Fassung kostet es nur wenig mehr.