„Jetzt schon mehr als genug“: Berliner Bezirke verzeichnen Wahlhelfer-Andrang
Dieses Ehrenamt ist begehrt: Mehr Berliner als im vergangenen Jahr haben sich für die kommende Wahl als Helfer gemeldet. Sie bekommen diesmal auch mehr Geld. Von Lotte Buschenhagen und Thomas Lippold
Es kriselt weiter bei der Wahl: Ein Doppeltermin aus Wahlwiederholung und Klima-Volksentscheid sei „faktisch nicht möglich“, klagte Innensenatorin Iris Spranger am Montag. Das geht aus einer Besprechungsunterlage hervor, die dem Tagesspiegel vorliegt. Für eine Abstimmung am 12. Februar könnten die Stimmzettel und die Infobroschüren nicht rechtzeitig versandt werden. Auch Landeswahlleiter Stephan Bröchler urteilt: „Die Zusammenlegung wird als unvertretbar abgelehnt.“
Ergo: Noch mehr Chaos! Nur fair, dass der Senat die Wahlhelfer:innen künftig mit 240 Euro Schmerzens- pardon, Erfrischungsgeld entlohnt. Wie sieht es bei denen eigentlich aus? Wir greifen zum Checkpoint-Telefon: Pankow? Volltreffer! Schon 6500 Helfende haben sich beim Amt gemeldet – 1500 mehr als 2021. Auch aus Charlottenburg schallt die frohe Botschaft, man habe jetzt schon mehr als genug. Neukölln verzeichnet sogar auffällig viele Helfer, die sich in diesem Jahr zum ersten Mal melden – wirtschaftliche Finesse oder weihnachtliches Erbarmen? Who cares! Hauptsache: Engelsgeduld.