Wer könnte ein Ressort im Berliner Senat bekommen? CDU-Generalsekretär Evers soll Finanzsenator werden, Giffey scheitert mit Wunschposten Innensenatorin
Bei der Ressortverteilung sind sich Schwarz-Rot einig – und für die Besetzung der Posten gibt es auch schon Ideen. Alles vorbehaltlich des Ergebnisses im SPD-Mitgliederentscheid. Von Julius Betschka.
Wer will noch mal, wer hat noch nicht? Ein Runde geht noch! Uuuund rückwärts! Auf ins Personalkarussell! Mit Namen hält sich die Koalition in spe bisher bedeckt. Ganz sicher ist man sich offenbar nicht, ob die SPD-Basis dem gemeinsamen Programm wirklich zustimmt. Einige Personalien dürfen – neben Wegner als Regierungschef – trotzdem als gesichert gelten: Der CDU-Generalsekretär und bisherige parlamentarische Geschäftsführer Stefan Evers soll nach Checkpoint-Informationen Finanzsenator werden. Katharina Günther-Wünsch (CDU) wird wie angekündigt das Bildungsressort übernehmen. Der Musikmanager Joe Chialo ist als Kultursenator im Gespräch, ebenso die stellvertretende CDU-Landesvorsitzende Manja Schreiner als Verkehrssenatorin.
Bei der SPD ist bisher eine Frau auf ihrem Posten gesetzt: Iris Spranger. Sie wird wohl Innensenatorin bleiben – und das, obwohl auch Berlins bisherige Regierungschefin Franziska Giffey parteiintern Interesse am Amt angemeldet hatte. Aber die Zeiten, in denen sich Giffey das Amt aussuchen kann, sind in der Berliner SPD vorbei. Entschieden ist bisher wohl nichts, aber viele in der Partei rechnen damit, dass Giffey das um Denkmalschutz gestärkte Stadtentwicklungsressort übernehmen wird. Schließlich hat man im Wirtschaftsressort zwei starke Kandidaten: Senator Stephan Schwarz (parteilos) und seinen Staatssekretär Michael Biel. Für den Wechsel zu Biel spräche, dass der mitgliederstarke Kreisverband Tempelhof-Schöneberg eingebunden würde. Eine Runde geht noch! Eine Runde Rückwäääärts!