Was tut ein Berliner, dessen Nummernschild gestohlen wurde?

Achtung, Witz: Was tut ein Berliner, dessen Nummernschild gestohlen wurde? Erstmal bei der Polizei melden, klar. Die Anzeigenaufnahme: eine gute Stunde. Amt, aber fast glücklich! Er braucht auch ein neues Schild, deshalb geht’s zum Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (LABO). Weil das genauso schnell arbeitet, wie sich der Name liest, bekommt jener emsige Mann den nächsten freien Termin: am 6. Oktober 2020. Wie er nun in den nächsten neun Wochen sein Auto nutzen könne, fragt sich unser Berliner? Bitte Kennzeichen auf Papier aufmalen und an Heck- und Frontscheibe kleben, rät ihm ein kluger Hauptstadtbeamter. Das sei zwar nicht legal, werde aber – Berlin, Berlin! – temporär geduldet. Gesagt, getan: Weniger als 48 Stunden später haben sich die Zettel auf der Scheibe vermehrt. Ein Aufkleber vom Ordnungsamt besagt, er möge doch bitte das nicht angemeldete Fahrzeug entfernen. Einige Anrufe später ist das Missverständnis zwar geklärt, ein Nummernschild aber weiter nicht in Sicht. Amt, aber unglücklich. Zu viele Klischees? Ist ihm aber wirklich so passiert, schreibt uns Checkpointleser Martin Burth.