Malm-Kommoden und Matratzen: Der Kleinanzeigen-Report für Berlin
Nach den Bußgeldankündigungen sind die Tage der „Zu verschenken“-Box gezählt. Online-Portale wie Kleinanzeigen können eine Alternative sein. Was in den Bezirken am häufigsten angeboten und wo am meisten verschenkt wird, steht in diesem Überblick. Von Jessica Gummersbach und Sönke Matschurek.
Mit dem neuen Bußgeldkatalog sind die Tage der „Zu verschenken“-Box gezählt – doch es formiert sich Protest: Rund 5000 Menschen haben eine Petition unterzeichnet. Die Initiatorinnen möchten die Kisten retten, die zur Stadt gehörten, „wie die Marmeladenfüllung zum Pfannkuchen“.
Die Alternative: Online-Portale wie Kleinanzeigen. „Täglich werden in Berlin etwa 42.000 Anzeigen inseriert“, schreibt das Portal auf Checkpoint-Anfrage, darunter besonders viele Musikinstrumente, Fotokameras und Notebooks. Im Schnitt blieben Anzeigen 20 Tage online – und gingen damit schneller weg als in anderen Städten. Auffallend oft würden Malm-Kommoden und Matratzen verschenkt. Und am wenigsten für umme gibt’s in Mitte – am meisten in Marzahn-Hellersdorf. Was in den Bezirken jeweils besonders häufig angeboten wird, ist nur teilweise überraschend:
+ Charlottenburg-Wilmersdorf: Schmuck & Accessoires
+ Friedrichshain-Kreuzberg: Musikinstrumente
+ Lichtenberg: Tablets
+ Marzahn-Hellersdorf: Videospiele
+ Mitte: Gutscheine
+ Neukölln: Fahrräder
+ Pankow: Konzerttickets
+ Reinickendorf: Herrenbekleidung
+ Steglitz-Zehlendorf: Kunst & Antiquitäten
+ Spandau: Filme & DVDs
+ Tempelhof-Schöneberg: Dekoration
+ Treptow-Köpenick: Handarbeit & Basteln