Wegen „unverhältnismäßiger“ Auflagen des Jugendamts: „Fusion“-Festival erlaubt keine Kinder und Jugendlichen mehr
Schlechte Nachrichten für Festivalfamilien: Das Musik- und Kulturfestival „Fusion“ will zukünftig niemanden unter 18 mehr reinlassen. Schuld sei das Jugendamt. Von Robert Ide
Übermorgen, Kinder, wird’s was geben. Außer für Kinder und Jugendliche unter 18. Das bei Berlinerinnen und Berlinern beliebte Musik- und Kulturfestival „Fusion“ im mecklenburgischen Lärz teilte in seiner Neujahrsbotschaft mit, „dass unter 18-Jährige keine Tickets mehr kaufen können und Kinder und Jugendliche auch in Begleitung Erwachsener keinen Zutritt mehr auf das Festival bekommen werden“. Als Grund werden in dem Schreiben die gültigen Jugendschutzvorschriften genannt, die vom örtlichen Jugend- und Ordnungsamt „unverhältnismäßig“ kontrolliert würden.
Bisher habe es Verantwortliche für Jugendschutz auf dem Party- und Campinggelände sowie verschiedene Bändchen für diverse Altersklassen gegeben. Nun aber drohe das Jugendamt mit einem „eigenen Container auf dem Gelände“. Was daran so schlimm sein soll, dass man deshalb jüngere Besucherinnen und Besucher komplett aussperrt, wollte der Checkpoint gern von den Macherinnen und Machern der „Fusion“ wissen. Die Anfrage blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet. Dabei ist der Absender erwachsen – meistens jedenfalls.