Die Checkpoint-Fortsetzungsgeschichte mit Paul Bokowski, Teil II

„Erzähl mal weiter“ – gemeinsam mit Berliner AutorInnen und Ihnen wollen wir während der Sommerferien Fortsetzungsgeschichten verfassen. Den Auftakt dieser Woche machte Paul Bokowski (hier zu lesen). Heute folgt Teil 2. 

Matroschka
von Paul Bokowski und (heute) Axel Jürs

Stolz hebelte er einen breiten Brocken Fahrbahn aus dem Boden, als unter dem Asphalt der Seestraße, matroschkagleich, ein breites makelloses Kopfsteinpflaster sichtbar wurde: die Seestraße, die alte Kiezmagistrale, die auch zum Strandbad Plötzensee führt. Zu dem ist offenbar auch ein Alt-68er auf seinem Fahrrad unterwegs. Von seinem schütteren langen Haar ist es allerdings nur drei Strähnen erlaubt, frei im Wind zu flattern, die anderen sind zu einem Zopf diszipliniert. Er hält an und ruft etwas in Richtung Baustelle, das den Bauarbeiter veranlasst, den Bagger auszustellen. „Wat is‘?“ fragt der, eine Motzerei erwartend. Von der Antwort schafft es nur „…Strand!“ zum Baggerfahrer und zu mir auf den Balkon. Der winkt in Richtung Plötzensee und lässt den Bagger wieder an. So entgeht ihm, was der Alt-Revoluzzer dem jungen Spund hatte anvertrauen wollen: „Unterm Pflaster liegt der Strand!“

Und jetzt sind Sie gefragt – Wie soll es weitergehen? Schicken Sie uns Ihre Fortsetzung (maximal 600 Zeichen) bis spätestens heute um 16 Uhr an checkpoint@tagesspiegel.de. Die beste Idee veröffentlichen wir morgen im Newsletter. Und die gesamte Geschichte (deren Ende wiederum Paul Bokowski am Freitag schreiben wird) lesen Sie am Wochenende im Tagesspiegel und auf Tagesspiegel.de.