Großeinsatz wegen Sprengstoff-Verdacht auf der Stadtautobahn

Was gestern kurz vor 19 Uhr mit drei Unfällen auf der Stadtautobahn begann, entwickelte sich zum abendfüllenden Drama: Ein Autofahrer, der nach Zeugenaussagen womöglich alle drei Unfälle – mit sechs Verletzten, drei davon schwer – absichtlich verursacht hat, erwähnte einen gefährlichen Gegenstand in seinem an der Ausfahrt Alboinstraße liegengebliebenen Opel. Die Polizei fand eine Metallkiste, woraufhin nicht nur die Autobahn komplett gesperrt, sondern auch der Stau evakuiert wurde: Feuerwehr und DRK kümmerten sich um etwa 300 Gestrandete, die in der Nähe bleiben mussten, um ihre Autos wegzufahren, sobald die Strecke wieder frei war. Erst kurz vor Mitternacht war es soweit. Der Opel-Fahrer – 30 Jahre alt, gebürtiger Iraker, psychisch auffällig – wurde festgenommen und dem Staatsschutz übergeben, weil Indizien politischer oder religiöser Art vorliegen sollen. Die geröntgte und per Wassergewehr aufgesprengte Kiste enthielt nur Werkzeug.