U-Bahnhof Schlossstraße bleibt noch viele Jahre lang eine unwirtliche Höhle
Am U-Bahnhof Schlossstraße begibt man sich als Fahrgast seit bald zehn Jahren in die Höhle der Baulöwen: nackter Beton, frei hängende Kabel, provisorische Blechwände und Zäune (zu sehen im eindrucksvoll bebilderten Bericht des Tagesspiegel-Kollegen Jörn Hasselmann). Jetzt hat sich herausgestellt, dass der BVG-Kundschaft das Geisterbahn-Ambiente noch etliche Jahre erhalten bleiben wird: Der ursprünglich geplante Standort des zweiten Aufzugs „hat sich als nicht umsetzbar herausgestellt“, teilt die Verkehrsverwaltung auf eine Grünen-Anfrage mit. Damit sind alle Prognosen hinfällig. Für die weitere Sanierung des Bahnhofs fehlen der BVG Genehmigungen von Denkmalamt und Technischer Aufsichtsbehörde. Und nun? „Eine Inbetriebnahme des Aufzuges ist in den 2030er-Jahren vorgesehen“, teilt Verkehrsstaatssekretär Arne Herz (CDU) mit. Kinder, wie die Zeit vergeht.