Berliner Jusos plädieren für R2G-Fortsetzung

Die Jugendorganisation der SPD will an der Koalition mit Linken und Grünen festhalten – Spitzenkandidatin Franziska Giffey möchte sich dazu aber nicht bekennen. Von Ann-Kathrin Hipp

Berliner Jusos plädieren für R2G-Fortsetzung
Foto: Imago images/Christian Spicker

Anderes Thema: Wenn schon die Berliner SPD keine Koalitionsaussage für den kommenden Wahlkampf trifft, dann zumindest die Jusos. „Wir brauchen die SPD als linke und progressive Volkspartei und hoffen darauf, Rot-Rot-Grün in der neuen Legislaturperiode zu erneuern“, sagen die Berliner Landesvorsitzenden Peter Maaß und Sinem Tasan-Funke auf Checkpoint-Anfrage. Das von der Parteispitze am Montag präsentierte Wahlprogramm halten sie in diesem Sinne für bestens geeignet. Es sei kein „Law & Order“-Programm und beinhalte gute linke Leuchtturmprojekte (z.B. Klimaziele & günstigen Wohnraum). Und ja, man stehe hinter Franziska Giffey als Spitzenkandidatin. Aber nein, die Jusos verstünden sich nicht dezidiert als eine Parteijugend der politischen Mitte: „Das haben Sie falsch verstanden.“

Dann vielleicht noch ein kurzer Kommentar zu folgender Äußerung der Spitzenkandidatin: „Wir müssen uns ganz klar ausrichten auf Leute, die morgens aufstehen, ihren Job machen, die wollen, dass die Stadt funktioniert, dass sie sauber ist und die U-Bahn pünktlich kommt“? Maaß: „Immerhin finden die U-Bahn-Wägen Erwähnung. Man sollte den Blick aber weiten – auch auf die Menschen, die nicht zur Arbeit können.“