In fünf Jahren nur eine Kleine BVV-Anfrage von Kevin Kühnert
Es wirkt, als sei Kommunalpolitik etwas zu klein für Kühnert. Die SPD widerspricht: Er engagiere sich im Bezirk auf mehreren Wegen. Von Stefan Jacobs.
Der aus Funk und Fernsehen bekannte Tempelhof-Schöneberger Bezirksverordnete Kevin Kühnert (SPD) hat in dieser Wahlperiode exakt eine Kleine Anfrage ans Bezirksamt gestellt – Ende 2017 zur „Maßnahmenplanung Lichtenrader Graben“. Der Schnitt im Bezirk liegt bei 13 Anfragen pro Verordnetem. „So sieht es aus, wenn man als gewählter Bezirkspolitiker nicht an Kommunalpolitik und den Anliegen des kleinen Mannes interessiert ist, sondern nur Mandate sammelt“, schnaubt ein CP-Leser. Näheres wüsste wohl MdA Marcel Luthe (1389 beantwortete Anfragen Stand Mittwoch 23.30 Uhr), aber wir haben doch lieber Kühnert selbst gefragt. Ein SPD-Sprecher antwortet für ihn, der willkürliche Fokus auf die Anfragen sei wie der Vorwurf an eine Fußballstürmerin, sie habe noch nie einen Elfmeter gehalten. Kühnert habe viele mündliche und Große Anfragen gestellt, sich in Hunderten Sitzungen eingebracht und viele Dinge aus seinem Themenbereich Schule, Jugend und Sport auf dem kurzen Dienstweg geklärt.