Antisemitismus-Vorwürfe: Debatte um Gaza-Vortrag

Eine geplante Veranstaltung an der Freien Universität stößt auf heftige Kritik: Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU), der israelische Botschafter und der deutsch-jüdische Verein „Werteinitiative“ protestieren gegen einen Vortrag von Francesca Albanese. Die UN-Sonderberichterstatterin für die palästinensischen Gebiete soll am kommenden Mittwoch sprechen, Titel: „Lebensbedingungen, die auf Zerstörung ausgelegt sind. Rechtliche und forensische Perspektiven auf den laufenden Gaza-Genozid“.

In einem offenen Brief der Werteinitiative heißt es, Albanese sei „durch die Verbreitung antisemitischer Weltbilder aufgefallen“. Israels Botschafter Ron Prosor schrieb an den FU-Präsidenten, Albanese relativiere den Holocaust, indem sie „absurde Vergleiche mit Israel“ ziehe und das Existenzrecht des jüdischen Staates untergrabe. Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra (SPD) erwartet „zeitnah Antworten“ vom FU-Präsidium. Die Hochschule selbst teilte mit, man nehme „Bedenken und Hinweise zu Veranstaltungen ernst und prüft diese.“ Kollege Hannes Heine ordnet ein.