Koalitionspoker in Berlin: Warum für die Verhandler ein Blick nach Las Vegas lohnt

Die Karten sind verteilt, doch das Spiel ist zäh. Was die Berliner Parteien vom frisch gekürten Pokerweltmeister lernen könnten. Der Checkpoint mischt mit.

Koalitionspoker in Berlin: Warum für die Verhandler ein Blick nach Las Vegas lohnt

Zurück ins Jetzt. Heute soll das Verkehrskapitel im rot-grün-roten Koalitionsvertrag abgeschlossen werden – am Mittwoch schaffte man nach Checkpoint-Informationen bis Mitternacht gerade ein Viertel des Textes. Eigentlich sollte heute auch das Thema Stadtentwicklung behandelt werden. Das beides geschafft wird, gilt als unwahrscheinlich. Es wird wohl ein zähes Gepoker – entlang alter Konfliktlinien. Meine Kollegin Constanze Nauhaus empfiehlt deshalb einen Blick nach Vegas: Der Berliner Koray Aldemir hat dort gerade die Poker-Weltmeisterschaft gewonnen, acht Millionen Euro gab’s. Vielleicht können die Verhandler von Aldemir sogar etwas lernen, dank „Bild“: Die will nämlich Aldemirs „Sieg-Taktik“ herausgefunden haben. Der Pokerprofi lasse sich selten von Emotionen leiten und habe keine Sorge, auch mal „eine starke Hand aufzugeben“. Geschadet hat ihm das nicht. Zum Lohn gab’s ein diamantbesetztes Armband, darauf der Schriftzug „WSOP“. Für welches Motto der künftigen Koalition könnte das die Abkürzung sein? Schreiben Sie uns: checkpoint@tagesspiegel.de.