Keine Transfergesellschaft für Air-Berlin-Mitarbeiter

Wenn es ein Beispiel bräuchte, das deutlich macht, was in Deutschland schiefläuft, dann ist es das Ende von Air Berlin. Während Unternehmenschef Thomas Winkelmann seine Schäfchen im Trocknen hat - dank Bankgarantie wird ihm bis 2021 jährlich fast eine Millionen Euro hinterhergeworfen – stehen 4000 Angestellte im Regen. Ihnen droht die Kündigung, weil die Verhandlungen über eine Transfergesellschaft gescheitert sind. Allein das Land Berlin war bereit, sich in größerem Umfang zu beteiligen – im Gegensatz zu den unionsgeführten Ländern Bayern und NRW sowie dem Bund. „So verspielt man Vertrauen in die soziale Marktwirtschaft“, kommentiert Alfons Frese im Donnerstag-Tagesspiegel. Freitag landet die letzte Air-Berlin-Maschine in Tegel.