Gülsah Bayar

Der 6. Oktober 2024 teilt das Leben der Berliner Grünen-Politikerin Gülşah Bayar in ein Davor und ein Danach. An jenem Sonntag wurde Bayar Opfer eines Gewalt- und Sexualverbrechens. Zwei Männer überfielen sie in ihrer Wohnung, bedrohten und erpressten sie. Als einer der Täter mit ihrer EC-Karte Geld von ihrem Konto abheben wollte, wurde sie vom zweiten Täter vergewaltigt.

Beide Männer sind inzwischen zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt – und Bayar, Bezirksverordnete in Steglitz-Zehlendorf, hat sich entschieden, offen über das Verbrechen und wie es ihr Leben verändert hat zu sprechen. Im Podcast „Mord auf Ex“ schildert sie in zwei Folgen pseudonymisiert, aber mit ihrer eigenen Stimme den Tatverlauf und die Gerichtsprozesse.

Mit dem Tagesspiegel hat Bayar nun insbesondere über die Zeit danach gesprochen. „Ich will meine eigene Geschichte erzählen“, sagt sie. „Ich will nicht, dass andere noch mal das Narrativ über mich bestimmen.“ Warum Bayars Entschlossenheit viel mit einem Bild-Artikel zu tun hat, der vor einem Jahr über sie erschien, und weshalb sie ihrer eigenen Parteiführung inzwischen schwere Vorwürfe macht, können Sie in diesem Text lesen (T+).

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