und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe „House of Sozialdemokratie“. Nachdem der innerparteiliche Druck zu groß wurde, erklärte die SPD-Bezirkspolitikerin Uta Francisco dos Santos gestern doch noch ihren Rücktritt von der Bürgermeisterkandidatur in Mitte. Oder wie es ihr Anwalt Ralf Kleindiek formulierte: „Aufgrund der medialen Kampagne […], an der vor allem rechte Medien beteiligt sind“, ziehe dos Santos ihre Kandidatur zurück.
Falls Sie erst heute wieder aus dem Osterurlaub erwachen: Vergangene Woche wurde publik, dass dos Santos seit mehreren Monaten dienstunfähig ist, sich aber dennoch als Bürgermeisterkandidatin sowie auf Platz 1 der BVV-Liste aufstellen ließ.
Für Letzteres gelte der Rücktritt explizit nicht, erklärte Kleindiek gestern. Dos Santos will weiterhin die Bezirksliste anführen. Doch auch das dürfte kaum zu halten sein. Die SPD-Spitze in Mitte verlangt weiterhin einen kompletten Rücktritt. Man halte einen „Rückzug vom Listenplatz 1 der BVV-Liste für notwendig“, teilten die Vorsitzenden Annika Klose und Yannick Haan mit. Eine entsprechende Vorlage werde dem Kreisvorstand heute Abend zum Beschluss vorgelegt. Fortsetzung folgt.
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Die Friedrichswerdersche Kirche, erbaut von Karl Friedrich Schinkel, befindet sich in unmittelbarer Nähe der Museumsinsel und ist Dependance der Alten Nationalgalerie. Architektur und Kunst verschmelzen an diesem Ort auf einzigartige Weise zu einem unvergesslichen Gesamterlebnis. Überzeugen Sie sich selbst, wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Blitzlichtgewitter auf den Straßen: Nach jahrelanger Enthaltung macht Berlin wieder bei der „Speedweek“ mit (aka „Blitzermarathon“). Ziel ist es laut Polizei zu prüfen, ob Unfallschwerpunkte und Raserstrecken noch dieselben sind wie früher (Checkpoint-Prognose: sind sie). Zuletzt hatte man stets erklärt, auf eine „365‑Tage‑Strategie“ statt auf Aktionstage zu setzen. Geblitzt wird jedenfalls in dieser Woche verstärkt an Kreuzungen, auf Schulwegen sowie rund um Krankenhäuser und Senioreneinrichtungen, auch mit den (un)beliebten Blitzer-Anhängern. Von denen besitzt die Polizei nach wie vor nur sechs, obwohl seit zwei Jahren Nachschub versprochen wird.
Kommt der noch? Die einen sagen so, die anderen so. Die Innenverwaltung verweist auf Checkpoint-Anfrage auf eine Ankündigung von Iris Spranger (SPD), wonach „im Doppelhaushalt 2026/2027 zusätzliche Sachmittel in Höhe von 500.000 Euro pro Jahr für zusätzliche Messtechnik zur Verfügung gestellt werden“. Die Polizei hingegen schreibt auf Checkpoint-Anfrage, dass in diesem Jahr keine Anschaffungen geplant sind. Irgendjemand ist hier etwas zu schnell unterwegs.

Der 6. Oktober 2024 teilt das Leben der Berliner Grünen-Politikerin Gülşah Bayar in ein Davor und ein Danach. An jenem Sonntag wurde Bayar Opfer eines Gewalt- und Sexualverbrechens. Zwei Männer überfielen sie in ihrer Wohnung, bedrohten und erpressten sie. Als einer der Täter mit ihrer EC-Karte Geld von ihrem Konto abheben wollte, wurde sie vom zweiten Täter vergewaltigt.
Beide Männer sind inzwischen zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt – und Bayar, Bezirksverordnete in Steglitz-Zehlendorf, hat sich entschieden, offen über das Verbrechen und wie es ihr Leben verändert hat zu sprechen. Im Podcast „Mord auf Ex“ schildert sie in zwei Folgen pseudonymisiert, aber mit ihrer eigenen Stimme den Tatverlauf und die Gerichtsprozesse.
Mit dem Tagesspiegel hat Bayar nun insbesondere über die Zeit danach gesprochen. „Ich will meine eigene Geschichte erzählen“, sagt sie. „Ich will nicht, dass andere noch mal das Narrativ über mich bestimmen.“ Warum Bayars Entschlossenheit viel mit einem Bild-Artikel zu tun hat, der vor einem Jahr über sie erschien, und weshalb sie ihrer eigenen Parteiführung inzwischen schwere Vorwürfe macht, können Sie in diesem Text lesen (T+).
Meine weiteren Leseempfehlungen für Sie heute:
+ Selbst Einser-Schüler scheitern am Test fürs Gymnasium: Berlins Landeselternsprecher fordert Konsequenzen aus hoher Durchfaller-Quote
+ Das kleine Sanssouci am Tegeler See : Hier tagten Merz, Klingbeil und Söder
+ Also doch mit der Gießkanne. Ein Kommentar zum Tankrabatt von Schwarz-Rot
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Ein Wohnungs- und Mietenkataster – also ein vollständiges Verzeichnis über Berlins Wohnungsbestand und Miethöhen – ist ein Evergreen in der Berliner Mietenpolitik. Die Forderung schaffte es sowohl in den rot-grün-roten Koalitionsvertrag von 2021 als auch in den schwarz-roten von 2023. Auf der Klausur der Fraktionsvorstände von CDU und SPD kommende Woche soll die Sache nun auf Druck der Sozialdemokraten endlich konkret werden.
Wäre da nur nicht die SPD-geführte Stadtentwicklungsverwaltung. Die vertritt weiterhin die Auffassung, dass die Einführung eines Katasters rechtlich nicht möglich sei. Die SPD-Fraktion versucht es daher über einen Umweg. Sie will bekanntermaßen eine Sozialwohnungsquote auch für private Vermieter einführen. Um diese durchsetzen, so die Argumentation, braucht es zwangsläufig ein Mietenkataster.
Die Stadtentwicklungsverwaltung hält sich zu diesen Plänen noch bedeckt: „Uns liegt noch kein abschließend rechtlich geprüfter Entwurf der SPD-Fraktion vor“, sagte Sprecher Martin Pallgen dem Checkpoint. „Insofern können wir das im Augenblick nicht kommentieren.“
Ein bisschen kommentieren wollte es Pallgen dann aber doch: Es handele sich um einen „politisch richtigen, aber rechtlich komplexen Vorschlag“, der „rechtssicher“ auf den Weg gebracht werden müsse, sagte er. Dafür baut die Verwaltung schon mal vor und will ein Rechtsgutachten beauftragen. Thema: die Einführung einer Sozialwohnungsquote.
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Die Schriftstellerin Cécile Wajsbrot spricht mit der Künstlerin Hito Steyerl über ihr neues Buch Offener Himmel, zu dem sie von Steyerls Videoarbeit In Free Fall inspiriert wurde. In dieser Erinnerung an ein Verschwinden versucht sie dem Geheimnis eines Flugzeugabsturzes auf die Spur zu kommen und reflektiert in vielstimmiger Weise die Faszination fürs Fliegen. Tickets hier oder an der Abendkasse.
Was lange währt, wird endlich gut? Seit einem Vierteljahr ist im Rathaus Reinickendorf Berlins erste automatische Abholstation für Ausweise in Betrieb. Zur Erinnerung: Der Bezirk durfte die Dokumentenausgabebox erst mit 377 Tagen Verspätung eröffnen. Mit dem Wunderwerk ist man grundsätzlich zufrieden, auch wenn der Service bisher nur verhalten genutzt wird: Im Schnitt holen Bürgerinnen und Bürger 97,6 Ausweise pro Monat ab – möglich wären rund 450 auf einmal. Man hofft nun, dass die Nachfrage steigt, sobald weitere Rathäuser nachziehen.
Und da tut sich tatsächlich etwas: Friedrichshain-Kreuzberg testet die Box auch schon. Im Laufe des Jahres sollen Tempelhof-Schöneberg, Treptow-Köpenick und Mitte dazukommen. Für 2027 haben Lichtenberg, Steglitz-Zehlendorf, Charlottenburg-Wilmersdorf und Marzahn-Hellersdorf Interesse angemeldet (Quelle: AGH-Anfrage von Alexander Herrmann, CDU). Wir holen schon mal den BER-Count-Up aus dem Keller.
Wir sind ein bisschen aufgeregt. Noch zweimal schlafen, dann steigt unsere große Checkpoint-Berlin-Revue im Comedyclub „Punchline“ unter dem Musical-Theater am Potsdamer Platz. Vier Monate lang haben wir getüftelt, gebastelt, geprobt – jetzt dürfen wir endlich wieder auf die Bühne. Kollegin und Gastgeberin Anke Myrrhe hat gestern live im Studio Eins im Bikini Berlin schon ein paar Details verraten (hier zum Nachhören).
Nur so viel: Es wird großartig. Im vergangenen Jahr erlebten über 1800 Besucherinnen und Besucher sechs ausverkaufte Shows. Einige Eindrücke:
+ „Richtig, richtig gut! Ich habe sooo gelacht!“
+ „Ich hatte einen ganz tollen Abend. Charmant, witzig, unterhaltsam!“
+ „Mit großer Begeisterung habe ich Ihre so amüsante und geistreiche Show genossen, tausend Dank dafür!“
+ „Und dann sind Sie alle auch noch so musikalisch und kreativ, Chapeau!“
Kommen Sie vorbei, für Donnerstag gibt’s noch wenige Rest-Tickets unter diesem Link (auch für den Zusatztermin am 4. Juni). Wir freuen uns riesig auf Sie!

Berliner Schnuppen
Telegramm
„Ich bin genervt, es ist traurig.“ Das ist das Fazit von Lahav Shapira nach der Entscheidung des Landgerichts: Es sieht keinen Beweis für ein antisemitisches Motiv bei dem brutalen Angriff auf den jüdischen Studenten. Der Täter wurde zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt – in erster Instanz waren es noch drei Jahre.
Ab heute wird in einer 48-Stunden-Hauruck-Aktion einer der kniffligsten Verkehrsknoten der Stadt entwirrt: Am Frankfurter Tor in Friedrichshain werden Ampelschaltungen und Fahrspuren neu sortiert, damit die Kreuzung sicherer wird und die Straßenbahn besser durchkommt. Bis (mindestens) Donnerstagfrüh gilt: Bereich großräumig umfahren.
Vor lauter Aufregung über ein mögliches Ende des Behörden-Ping-Pongs ist uns hier gestern der Zeitplan etwas durcheinandergeraten. Richtig ist: Heute steht im Senat zunächst das Konnexitätsgesetz, das die Bezirksfinanzen regeln soll, auf der Tagesordnung. Erst kommende Woche soll dann der Zuständigkeitskatalog folgen. Weiterhin gilt: Spätestens bis zur Sommerpause soll alles unter Dach und Fachverwaltung sein.
Auferstanden aus Ruinen? Rund anderthalb Jahre nach dem Brand starteten die Abbrucharbeiten am halbverkohlten Teehaus im Englischen Garten. Bis zum Herbst soll geklärt werden, ob sich das Gebäude wieder aufbauen und gastronomisch nutzen lässt.
Und noch ein Comeback: Im FEZ in der Wuhlheide wird das seit Corona ausgesetzte Seniorenschwimmen wiederbelebt. Ab sofort sind montags von 12 bis 15 Uhr zwei Bahnen für ältere und langsamere Schwimmer reserviert.
Wir bleiben im Wasser: Die Bäder-Betriebe suchen weiterhin Rettungsschwimmer für die Sommerbäder und das Strandbad Wannsee. Und auch die DLRG braucht Verstärkung: Zwar ließe sich der Betrieb mit rund 250 Ehrenamtlichen pro Wochenende stemmen, aber einige Retter mehr wären hilfreich, sagte Sprecher Michael Neiße.
Und wenn Sie schon mal im Helfer-Modus sind: Gut fünf Monate vor der Abgeordnetenhauswahl fehlen rund 9.000 Wahlhelfer. Vor allem Wahlvorsteherinnen und Wahlvorsteher, Schriftführer und Helfer für die Briefwahlämter werden gesucht (Freiwillige hier entlang). Landeswahlleiter Stephan Bröchler erinnert: Es gibt bis zu 120 Euro Erfrischungsgeld.
Zum Glück nur vorübergehend: Eines der elegantesten Kinos der Stadt macht dicht. Die Astor Filmlounge am Ku’damm unterbricht ab Ende Mai baubedingt ihren Spielbetrieb. „Wir kommen zurück“, verspricht das Kino – voraussichtlich im kommenden Jahr.
Bramborska trjeba wucabnikow serbskeje rěcy. Sie verstehen nur Brombeere? Kein Wunder, denn kaum jemand spricht noch Sorbisch. Um die Sprache zu erhalten, bietet die TU Cottbus ab dem Wintersemester Sorbisch/Wendisch als Zweitfach für Grundschullehramtsstudenten an.
Und noch eine Personalie aus der Medien-Bubble: Helene Bubrowski, langjährige Hauptstadtkorrespondentin der FAZ und seit 2024 Teil der Chefredaktion von Table.Media, kehrt zurück zu ihrem alten Arbeitgeber: Ab 2027 wird sie Co-Herausgeberin der FAZ – als erste Frau in der Geschichte der Zeitung. Zeit wird’s.
Zitat
„A century since takeoff“
Den Plakatslogan zum 100. Jubiläum hat die Lufthansa offenbar nicht mit den Gewerkschaften abgesprochen. Auch heute fallen die meisten Flüge der Airline am BER wegen des Pilotenstreiks aus. Mittwoch und Donnerstag will erneut das Kabinenpersonal die Arbeit niederlegen.
Stadtleben
Verlosung – Der Titel setzt etwas Expertise voraus: „Nuvole Bianche, Una Mattina, Divenire, Experience und andere“ ist das Konzert in der Philharmonie überschrieben. Fans wissen natürlich, dass es dabei um Stücke von Ludovico Einaudi geht. Der Pianist Burak Çebi huldigt ihm am Freitag (20 Uhr), wir verlosen 3x2 Karten! Bewerbung hier. Regulär ab 40 Euro, Herbert-von-Karajan-Str. 1, S/U Potsdamer Platz
Essen & Trinken – Manchmal muss es ein echter Bagel sein, einer, der nach New York schmeckt. Im „American Bagel“ kann man aus zehn köstlichen Sorten wählen – entweder gleich vor Ort, oder für zu Hause. Belegte Bagels bekommt man klassisch mit Cream Cheese, auch angereichert mit Blaubeeren. Oder mit Pastrami, Avocado, Thunfischsalat oder Lachs ... Mo-Fr 9-15 Uhr, Sa/So 10-17 Uhr, Nürnberger Str. 45a, U Augsburger Straße
Noch hingehen – Reif für Eskapismus? Im Bröhan-Museum zeigt ein Sammlerpaar seine Sammlung von Art-Déco-Illustrationen für Zeitschriften und Werbung: Diese grafischen Zeugnisse – auf edlem Papier von Hand koloriert – prägten das Bild der Moderne entscheidend. Sie brachten den Luxus der neuen Zeit in quasi jeden Haushalt. „Glamour und Geometrie“ (noch bis 26.4.), Di-So 11-18 Uhr, 9/6 Euro, Schloßstr. 1a, S Westend
Last-Minute-Tipp – Andrei Iwanowitsch Moiseenko (99) ist einer der letzten lebenden Überlebenden des KZ Buchenwald. Zum Jahrestag der Lagerbefreiung besucht er Deutschland und ist morgen zu Gast im Kino Babylon (19.30 Uhr). Gezeigt werden eine ARD-Doku über ihn sowie Ausschnitte eines neuen Films, im Anschluss Gespräch. Eintritt frei, Rosa-Luxemburg-Straße 30, U Rosa-Luxemburg-Platz
Kiekste
So mancher Berliner – und auch der ein oder andere Politiker – hat sich dieses Jahr aufs Glatteis begeben. Vielleicht hätte dieses Wundermittel aus dem Baumarkt einige Ausrutscher verhindert? Gesehen und fotografiert von Checkpoint-Leser Sebastian Schrader in Treptow. Vielen Dank dafür! Schicken auch Sie uns Ihre glatten Berlin-Momente an checkpoint@tagesspiegel.de und nehmen an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – A111 (Reinickendorf-Zubringer): In den folgenden Nächten (bis 21./22.4.), jeweils von 22 bis 5 Uhr, ist die Autobahn in beiden Richtungen zwischen Holzhauser Straße und Waidmannsluster Damm gesperrt.
A100 (Stadtring): Die Autobahn ist von 21 bis 5 Uhr in Fahrtrichtung Wedding zwischen Innsbrucker Platz und Hohenzollerndamm gesperrt.
Friedrichshain: Die Ampel am Frankfurter Tor bleibt bis voraussichtlich Donnerstagfrüh ausgeschaltet. Die Geschwindigkeit ist auf 30 km/h reduziert.
Grunerstraße (Mitte): Von 10 bis 17 Uhr steht in Höhe der Rathauspassagen nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.
Nahverkehr – S-Bahn – S46: Von 22 bis 1.30 Uhr ist die Linienführung verändert.
Demonstration – Für heute sind 14 Demos angemeldet (Stand 13.4., 15 Uhr), u.a. „Solidarität mit Frauen und Mädchen im Sudan – gegen sexualisierte Gewalt als Kriegswaffe (...)“: 30 Protestierende, „Plan International“, Paul-Löbe-Allee (9-15 Uhr)
„Warnstreikkundgebung im Rahmen der laufenden Einkommensrunde bei der AOK“: 100 Teilnehmende, „GdS“, Rosenthaler Str. 31 (11-13.30 Uhr)
„Protestkundgebung der Beschäftigten der Firma IAV“: 450 Menschen, „IG Metall“, Carnotstr. 1 (12-13.15 Uhr)
Gericht – Weil er seine Mutter angegriffen und erheblich verletzt haben soll, muss sich ein 19-Jähriger unter anderem wegen versuchten Totschlags verantworten. Als die Frau ihren Sohn aufforderte, wegen seines Drogenkonsums ihre Wohnung zu verlassen, soll er Messer in ihre Richtung geworfen, sie mit Faustschlägen traktiert und gewürgt haben (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal B218).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Liebe Franzi, alles Gute zum Geburtstag! Du bist und bleibst die beste Schwester der Welt!“ / Matthias Frings (73), Journalist, Moderator und Schriftsteller, (u.a.„Männer-Liebe“) / Rainald Grebe (55), Liedermacher, Schauspieler, Kabarettist und Autor / Cerstin Richter-Kotowski (64), Politikerin (CDU), Staatssekretärin für Kultur der Berliner Senatsverwaltung / „Unser Berliner Goldjunge Tristan M. Tews, die Nr. 6 auf der familiären Enkelskala, wird heute 9 Jahre alt. Wir gratulieren herzlich aus der Ferne und wünschen einen wunderschönen Geburtstag! Bis bald mal wieder, Marion & Kurt“ / Laura Tonke (52), Schauspielerin (u.a. „Mängelexemplar“, „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“)
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn oder der Lieblingskollegin zum Geburtstag, den Großeltern zum Hochzeitstag oder einem Sportverein zum Jubiläum im Checkpoint gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de. +++
Gestorben – Gerhild Eva Dobrott (geb. Gildemeister), * 3. April 1940, verstorben am 24. März 2026 / Marcus Kuster, * 23. Juni 1965, verstorben am 18. März 2026 / Hannelore Lachmann, * 20. April 1934, verstorben am 20. März 2026
Stolperstein – Johanna Seligmann wurde 1922 in der brandenburgischen Kleinstadt Jüterbog geboren, wohnte aber spätestens ab 1939 zusammen mit ihren Eltern und ihrer Tante in Berlin. Am 1. November 1941 wurden alle vier von den Nazis ins Ghetto Litzmannstadt deportiert, niemand von ihnen überlebte das Lager. Johanna starb am 14. April 1943 im Alter von 20 Jahren, sehr wahrscheinlich infolge der tödlichen Lebensumstände. An sie erinnert ein Stolperstein in der Blücherstr. 18 in Kreuzberg.
Encore
„Schuppiger Porling“ ist eine kreative Beleidigung – und ein Pilz, der aktuell im Wald sprießt. Pilze im Frühling?! Nur etwas für Experten, heißt es vom Botanischen Garten, der jeden Montagnachmittag kostenlose Frühjahrspilz-Schulungen anbietet. Denn eine Verwechslung von „Morchel“ (köstlich) und „Lorchel“ (giftig) kann fatal sein. Auch gefährlich: der „Ziegelrote Risspilz“, der zwar gelblich ist, aber bei Berührung errötet. Man kennt’s.
Gut bekömmlich waren Recherchen und Texte von Anne Roggensack und Sönke Matschurek. Das Stadtleben hat Antje Scherer zubereitet und Jasmine Dellé (Produktion) hat das Gesamtwerk am frühen Morgen verschickt. Morgen sucht Jessica Gummersbach nach Berliner Spezialitäten.
Auf bald!

