Maßnahmenpaket für Obdachlose

Berlin zieht an – Menschen aus aller Welt, die hier ihr Glück suchen oder dem Unglück entfliehen. Und etliche stranden, besonders viele derjenigen, die mit wenig in die Stadt kommen. Der wachsenden Zahl der EU-Ausländer unter den Obdachlosen, die im Tiergarten und anderen Parks unter menschenunwürdigen Bedingungen ihr Dasein fristen, so die Erkenntnis, ist allein mit Angeboten zur freiwilligen Rückreise in die Heimatländer  nicht beizukommen. Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) versprach den Bezirken am Donnerstag „personelle Verstärkung“ und eine „gesamtstädtische Strategie im Umgang mit Wohnungs- und Obdachlosigkeit“. Mehr Plätze für die Kältehilfe und die soziale Wohnhilfe soll es geben, außerdem einen Fonds für medizinische Behandlung. Im Rat der Bürgermeister wurde dem Vernehmen nach die Sorge laut, das Elend könnte bald nicht mehr auf die Innenstadtbezirke begrenzt werden. Soll heißen: Die Hilfe muss schnell greifen – bevor die ersten Obdachlosen in Zehlendorfer Vorgärten campieren.