Wegen Komplikationen bei der Vergabe: Größtes Solar-Projekt in Berlin produziert immer noch keinen Strom
Die Messe Berlin will Deutschlands viertgrößte Solarenergie aufbauen. Der Start im Frühjahr scheiterte am Vergaberecht. Nun soll es wohl Ende des Jahres losgehen. Von Daniel Böldt.
Wir bleiben bei Bürgermeisterin und Wirtschaftssenatorin Giffey. Die konnte zuletzt erfreuliche Zahlen beim Solar-Ausbau präsentieren, der in Berlin endlich Fahrt aufnimmt. Gleichzeitig musste Giffey eingestehen, dass man vom Ziel, ein Viertel des hier erzeugten Stroms aus Sonnenenergie zu gewinnen, noch sehr weit entfernt ist.
Für uns Gelegenheit, um nachzuschauen, wie es beim größten Solarprojekt Berlins so vorangeht. Ende 2022 teilte die Messe Berlin mit, auf ihren Dächern die deutschlandweit viertgrößte Solaranlage zu installieren. Die ersten Kilowattstunden sollten bereits im Frühjahr 2023 geerntet werden. Ein etwas zu vollmundiges Versprechen. „Die Anlage produziert noch keinen Strom“, teilte ein Sprecher der Messe dem Checkpoint mit. „Grund für die Verzögerung waren ein paar Komplikationen bei der europaweiten Vergabe.“ Im Herbst sollen nun aber „definitiv“ die ersten Module verbaut werden. Der Solarstrom könne noch dieses Jahr fließen – allerdings sei man „jetzt etwas vorsichtig mit der Ankündigung“.