Zum in der Pfeife rauchen
Und damit sind wir bei Beispiel 2 für die Einzigartigkeit Berlins: Wo unbeliebte Ideen wahlweise verpuffen oder in der Pfeife geraucht werden. Vorab bitten wir Sie, auch dann weiterzulesen, auch wenn Sie beim Thema Cannabis nur noch die Augen verdrehen, weil Sie
a) kein Interesse haben,
b) ihre eigenen zuverlässigen Quellen oder
c) Ihnen auch so schon der Kopf raucht.
Zu Letzterem gibt es mit oder ohne Gras genug Gründe. Denn was sich der Berliner Senat bei der Umsetzung eines Bundesgesetzes leistet, zeigt nicht nur, wie dringend diese Stadt eine Verwaltungsreform benötigt (Bezirke und die zuständige Senatsverwaltung erklären sich jeweils für nicht zuständig), sondern auch, dass es mit dem Koalitionsfrieden womöglich vorbei ist.
Wie dick die Luft schon ist, und was die Senatssprecherin auf die Frage antwortet, ob der Regierende am Dienstag ein Machtwort sprechen wird – all das lesen Sie heute in der Checkpoint-Vollversion. Und während in Bremen bald geerntet wird, wissen Berliner Hobby-Bauern immer noch nicht, wo sie ihren Antrag auf Anbau denn nun einreichen sollen. Meine Kollegin Constanze Nauhaus hat einen Social-Club-Vorsitzenden begleitet, der den Umschlag einfach mal beim Lageso abgegeben hat („Hallo, ist hier jemand“). Mal sehen.