Samstagabend

Samstagabend – Apropos Gesicht verlieren: Wut ziemt sich nicht. Statt sie auszuleben, sollte man sie kanalisieren, kreativ nutzen, oder besser noch: in Produktivkraft verwandeln. Und wenn das nicht gelingt, einfach unterdrücken. Das alles, sagt, nein schreit Regisseurin Réka Kincses, sei nichts als die Diskriminierung eines Gefühls, das zu den Menschenrechten gezählt gehöre. Um das zu propagieren, nutzt sie eine Lücke im gesellschaftlichen Wutunterdrückungssystem: Wenn die Wut schon nicht salonfähig ist, ist sie nämlich fast immer bühnenreif.