„Heute schon sehr hohe Steuern und Gebühren“: Chefin vom Berliner Flughafen kritisiert Ampelpläne

Die beschlossene Streichliste der Bundesregierung gefällt naturgemäß nicht allen. So befürchtet BER-Chefin Aletta von Massenbach, „fliegen wird bei uns zu einem Privileg“. Von Lotte Buschenhagen und Ann-Kathrin Hipp

„Heute schon sehr hohe Steuern und Gebühren“: Chefin vom Berliner Flughafen kritisiert Ampelpläne
Aletta von Massenbach ist Vorsitzende der Geschäftsführung der Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH. Foto: Imago/Funke Foto Services

Nach der Ampel-Ankündigung, die Ticketsteuer auf Passagierflugzeuge erhöhen zu wollen (Nein! Doch! Ohhh!), haben wir mal bei Berlins Flughafen-Chefin Aletta von Massenbach (fliegt laut eigenen Angaben zwei- bis dreimal im Monat) nachgehakt, wie sie zu den Plänen steht. Die erklärt: „Wir am BER erwarten bis zum Jahresende 23 Millionen Passagiere, damit drei Millionen mehr als im vergangenen Jahr, aber nur rund 2/3 der Vor-Corona-Zahlen. An den meisten Flughäfen in Europa und der Welt ist der Luftverkehr bereits zurück auf dem Vor-Corona-Niveau oder hat dieses Niveau übertroffen.“

Der Luftverkehr in und nach Deutschland hinke dieser Entwicklung hinterher, „auch wegen der bereits heute schon sehr hohen Steuern und Gebühren“. Durch weitere spezifische Belastungen des Luftverkehrs werde „Fliegen bei uns zu einem Privileg“. Vielleicht könnten wir da doch die Kerosinsteuer für Privatjets nochmal sehen?