Kai Wegner setzt auf Markus Söder
Wir unterbrechen unser Programm kurz für eine wichtige Durchsage von CDU und CSU: Die „Schwesterparteien“ sind sich darin einig, dass jede von ihnen den bestmöglichen Kanzlerkandidaten hat. Checkpoint-Analyse: Die Union versucht es gerade so ähnlich zu machen, wie der erfolgreiche Bankräuber, über den gestern berichtet wurde: „Alle haben sich auf die hässliche Krawatte fokussiert und nicht auf sein Gesicht geachtet.“ Und weg war er. Doch damit kommen sie nicht durch: Der unkoordinierte Konkurrenzkampf, so spannend er auch ist, verdeckt nicht den Verlauf der Corona-Krise, für den beide mitverantwortlich sind.
Allerdings sind die Chancen von Markus Söder seit gestern rapide gesunken – und zwar nicht nur, weil Ann-Kathrin Hipp hier gestern früh an die Berlin-Liebe des Kandidaten erinnert hat („Das Schönste ist, wenn man dann nach erfolgreichen und spannenden Tagen in Berlin es wieder in Richtung Bayern verlässt“). Nein, das große Unions-Orakel Kai Wegner, das in Parteiangelegenheiten verlässlich auf den falschen Kraken setzt, gab gestern in der RBB-Spätabendschau bekannt: „Wir glauben, dass wir mit Markus Söder noch mehr Menschen überzeugen können.“ Zuletzt setzte der Berliner CDU-Vorsitzende übrigens auf Friedrich Merz als Parteivorsitzenden.
Unser Vorschlag zur Lösung des Konflikts: Armin Laschet und Markus Söder wechseln sich ab: Bei einer Inzidenz unter 100 darf Laschet ran, darüber Söder.