Anschlägen auf Gedenkorte
Berlin atmet auf: Nach verstörenden Anschlägen auf Gedenkorte für Opfer des Nationalsozialismus‘ sowie auf queere Einrichtungen hat die Berliner Polizei schon am Dienstag einen 63-jährigen Mann in seiner Wohnung in Treptow festgenommen. Wie am Mittwoch bekannt wurde, hat er die Taten gestanden und soll der Polizei schon einschlägig bekannt gewesen sein. Vieles deutet auf ein rechtsextremes oder christofaschistisches Motiv hin. Mein Kollege Frank Bachner hat einen Überblick für Sie, was dem Verdächtigen vorgeworfen wird.
Der Schreck sitzt trotzdem tief bei Einrichtungen wie Rad und Tat (RuT), eine lesbische Initiative in Neukölln, die Ziel eines Anschlags wurden. CDU-Finanzsenator und Bürgermeister Stefan Evers kam am Mittwoch als Vertretung für seinen urlaubenden Chef vorbei und forderte Solidarität mit den attackierten queeren Einrichtungen. Durch die vielen Anschläge in der vergangenen Zeit sei ein besonderer Grad von Eskalation erreicht, weshalb nicht nur der Rechtsstaat gefragt sei: „Die Zivilgesellschaft ist unmissverständlich aufgefordert, sich auf die Seite der bedrohten und angegriffenen Minderheiten zu stellen.“