Berlin hofft auf Einlenken der Bundesregierung

Weiter geht‘s mit Richtigem: Andreas Geisel kritisiert seinen Amtskollegen auf Bundesebene, Innenminister Horst Seehofer. Wie berichtet hat der Senat nach langem Ringen mit einer Aufnahmeverordnung beschlossen, 300 Geflüchtete aus griechischen Lagern aufzunehmen. „Dass Deutschland bislang 47 Flüchtlinge aufgenommen hat, ist unzureichend. Deutschland kann mehr. Wir sind unseren humanitären Werten verpflichtet und sollten auch mehr tun“, sagte Geisel. Dreimal sei das Berliner Ansinnen, mehr Geflüchtete aufzunehmen, bereits abgeschmettert worden –letztlich muss der Bund zustimmen, egal wie sehr der Senat strampelt. Besonders die Grünen hatten auf einen erneuten Versuch gedrängt, um Seehofers (Christlich-Soziale Union) wiederholtes Nein zur Aufnahme zu erschweren. „Wir hoffen, dass sich jetzt eine Dynamik entwickelt und die Bundesregierung einlenken muss“, sagte Silke Gebel, Co-Fraktionsvorsitzende der Grünen dem Checkpoint. „Es gibt Favelas auf dem Boden der europäischen Union – das dürfen wir nicht hinnehmen.