Halbseidene Wochen in der Hauptstadtregion
Es sind halbseidene Wochen in der Hauptstadtregion:
+++ In den Häusern von SPD-Bundesinnenministerin Nancy Faeser und FDP-Bundesverkehrsminister Volker Wissing wird jeweils ein möglicher Fall von Günstlingswirtschaft untersucht.
+++ Potsdams SPD-Oberbürgermeister Mike Schubert hat eine „Sportplatzaffäre“ um Volleyball-VIP-Tickets am Hals, deretwegen erste Rücktrittsforderungen laut werden.
+++ Einmal mit Profis … Schleierhaft ist uns hier im Team Checkpoint, warum Jana Bertels, die gemeinsam mit Kian Niroomand SPD-Berlin-Chefin werden möchte, ihre CDU-Vergangenheit nicht offengelegt hat. Bertels, heute 35 Jahre alt, war in ihrer Jugendzeit Mitglied und in ihrer Heimatstadt Krefeld auch mehrere Jahre Vorstandsmitglied im Ortsverband der Jungen Union. „Mir erschien es nicht relevant“, sagt Bertels nun, doch was passiert in einem Wahlkampf natürlich? Korrekt: Jemand steckt es einem Reporter. „Unforced error“ nennen wir anglophilen Tennisfans so eine Dackelei!
„Dass Jana Bertels den Weg zur SPD gefunden hat, freut uns natürlich“, teilte prompt das konkurrierende Duo Nicola Böcker-Giannini und Martin Hikel mit – das süffisante Grinsen dürfen Sie sich mitdenken. „Ob sie an der einen und anderen Stelle ihrer Selbstdarstellung aus Gründen der politischen Glaubwürdigkeit auf ihre frühere Mitgliedschaft in der CDU und Jungen Union hätte hinweisen sollen, das muss sie selbst und das müssen die SPD-Mitglieder beurteilen.“