Nach verpatzter BER-Pressekonferenz: Entschuldigung und neuer Pressetermin
Der Flughafenchef lädt Journalisten heute aufs Vorfeld nach Schönefeld, zu den „Overnight-Stellplätzen“. Ob diesmal Fragen beantwortet werden, wurde vorab nicht mitgeteilt, aber die Chancen stehen gut: Nach der Pseudo-Pressekonferenz mit den ignorierten Journalistenfragen (CP von Samstag) hat FBB-Sprecher Daniel Tolksdorf per Mail Abbitte geleistet („bin den besonderen Ansprüchen an die Transparenz bei diesem Format nicht gerecht geworden“) und ein paar Antworten nachgereicht. Sein Chef Engelbert Lütke Daldrup sagt, damit sei die Sache erledigt. Im Potsdamer Landtag berichtete ELD gestern, dass der Bund das seit 2018 fertige Regierungsterminal nun doch erst kurz vor der BER-Eröffnung im Oktober beziehen wird und nicht schon im Juli. Offiziell könne er das den Abgeordneten aber nicht mitteilen, „da mein Brief an das Auswärtige Amt bisher nicht beantwortet worden ist“.
Post – oder sogar Besuch? – bekommt der BER wohl demnächst von der Cottbuser Staatsanwaltschaft. Bei der ist eine Strafanzeige eingegangen, in der der Vorwurf einer Bilanzfälschung im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss der FBB fürs Jahr 2019 erhoben wird. Laut Anklagebehörde ist es keine anonyme Anzeige. Wie stichhaltig der Vorwurf tatsächlich ist, steht auf einer anderen Wirecard.