Mehr Verbindungen nach Asien und Amerika: Wirtschaftssenatorin Giffey kämpft beim Bund um BER-Startlizenz für Emirates

Berlin will mehr Langstrecken-Flüge von und zum BER. Deshalb setzt sich Senatorin Giffey beim Verkehrsministerium für die Emirates ein. Denn der Airline fehlt eine weitere Lizenz. Von Daniel Böldt.

Mehr Verbindungen nach Asien und Amerika: Wirtschaftssenatorin Giffey kämpft beim Bund um BER-Startlizenz für Emirates
Foto: dpa / Britta Pedersen

Der Berliner Senat tagt heute demonstrativ im Flughafen BER. Die Landesregierung will schon seit längerem, dass mehr Langstreckenflieger vom Berlin-Brandenburger Flughafen starten – insbesondere nach Asien und Amerika. Interessenten gibt es durchaus. So wird unter anderem die Fluggesellschaft Emirates aus Dubai nicht müde zu betonen, dass sie gern auch Berlin ansteuern würde.

Das Problem: Emirates darf nur vier Städte in Deutschland anfliegen – und ist nicht bereit, auf eines der Ziele in Frankfurt, München, Düsseldorf oder Hamburg zu verzichten. Der Bund verwehrt der Fluggesellschaft bisher eine fünfte Lizenz – vor allem, um die Lufthansa zu schützen, sagen Kritiker.

SPD-Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey verschärft nun langsam den Ton Richtung Bundesverkehrsministerium. Bereits als Regierende hatte sich Giffey dafür eingesetzt, dass die Airline eine zusätzliche Lizenz für den BER bekommt. Dem Checkpoint sagte Giffey: „Bisher vertritt Bundesminister Wissing aber die Position, dass Emirates dann einen seiner anderen vier Standorte in Deutschland aufgeben muss. Ich finde, das geht gar nicht.“ Die Bundesregierung müsse sich „stärker zu Berlin als Hauptstadt und zu Ostdeutschland bekennen und darf der Entwicklung des BER zu einem internationalen Drehkreuz nicht länger Steine in den Weg legen.“

Es kommentiert Frank Sinatra: „Fly me to the moon. Oder wenigstens nach Berlin!“