Noch keine 20.000 Unterschriften: Landessportbund kommt bei Olympia-Initiative nicht voran
Die Olympischen Spiele in die Hauptstadt zu holen, ist noch immer ein kontroverses Thema. Kritische Stimmen, wie zum Beispiel das „NOlympia“-Volksbegehren, nehmen zu. Zeit wär‘s, dass auch die Olympia-Fans lauter werden. Nur wo sind die eigentlich? Von Daniel Böldt und Christian Latz.
Seinen Diskus warf der Berliner Christoph Harting einst zu Olympia-Gold, jetzt versetzt er der Berliner Olympia-Bewerbung den nächsten Stoß: „Berlin schafft es nicht“, sagte er am Donnerstag bei der Vorstellung des „NOlympia“-Volksbegehrens. Dabei ist die Stimmung in der Bevölkerung mit Blick auf Olympia in Berlin ohnehin schon im Keller. Inzwischen streiten sogar die Wirtschaftsverbände IHK und VBKI miteinander, ob Berlin sich die Energie nicht lieber für eine Expo-Bewerbung sparen sollte.
Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) sagen dazu, für Freitagmorgen kurzfristig eine Pressekonferenz „zum Stand der Bewerbung für die Olympischen Spiele“ einzuberufen. Zeit wär‘s, dass die Olympia-Fans lauter werden. Nur wo sind die eigentlich? Seit Juli sammelt der Landessportbund Unterschriften für eine Volksinitiative Pro-Spiele. 20.000 müssten dafür zusammenkommen.
Doch die hat der LSB trotz 809.000 Verbandsmitgliedern auch nach fünf Monaten noch nicht aufgetrieben. „Wir werden kurz vor Weihnachten fertig sein", sagte Direktor Friedhard Teuffel dem Checkpoint. Olympia-Begeisterung wird man dem DOSB so kaum vermitteln können.