Werden Frauen in einem Kreuzberger Restaurant diskriminiert?

In der Adalbertstraße gibt es wohl ein Lokal, in dem Frauen ohne männliche Begleitung lange warten können, bis sie bedient werden. Aber es gibt Abhilfe. Von Stefan Jacobs und Thomas Lippold

Werden Frauen in einem Kreuzberger Restaurant diskriminiert?
Eine Frau sitzt allein im Restaurant und wartet auf die Bedienung (Symbolfoto). Bild: Imago/Photothek/Ute Grabowsky

In der Adalbertstraße in Kreuzberg gibt es ein Restaurant, in dem Frauen ohne männliche Begleitung lange warten können, bis sie bedient werden. Teils so lange, bis sie wieder gehen. Ein aktueller Fall wurde auf nebenan.de geschildert, ähnliche Berichte folgten prompt. Das Management schreibt auf CP-Anfrage: „Dieser Sachverhalt ist uns nicht bekannt“, man werde der Sache aber nachgehen. Zur Frage, wie man bzw. frau damit umgehen soll, teilt die Senatsverwaltung für Antidiskriminierung mit: „Uns ist wichtig, dass solche Fälle bekannt werden und wir betroffene Menschen darin bestärken und unterstützen, sich dagegen zu wehren.“

Zum konkreten Fall sei eine Beschwerde in der Ombudsstelle gegen Diskriminierung eingegangen. Die Betroffene sei an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes verwiesen worden; das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz gelte auch für private Unternehmen. Im Fall eines Gerichtsverfahrens könnten Indizien (z.B. Zeugenaussagen) genügen, um Schadensersatz zu fordern.