Gerhart-Hauptmann-Schule wird geräumt
Schweben und schweben lassen ist ja sowieso so ein typisches Motto für Berlin. Das zeigt nicht zuletzt die Kreuzberger Gerhart-Hauptmann-Schule. Vor mehr als fünf Jahren wurde das leerstehende Haus von linken Aktivisten besetzt, um Flüchtlingen, die unter unwürdigen Bedingungen im Freien auf dem Oranienplatz campierten, ein Dach über dem Kopf zu bieten. Am heutigen Donnerstag ab 8 Uhr wird das Gebäude unter Polizeischutz geräumt, und das Jahre, nachdem dort bereits alles aus dem Ruder gelaufen war. Im Geist teutonischer Gelassenheit sollte dort ein selbstverwaltetes Flüchtlingszentrum entstehen, doch Chaos, Rivalitäten und sogar Gewalt unter den Flüchtlingen setzten dem ein Ende. Hannes Heine beschreibt in der Donnerstagausgabe des Tagesspiegels sehr anschaulich „Kreuzbergs Albtraum“, der das Bezirksamt am Ende fünf Millionen Euro gekostet hat.