Berlin ist offizielle Hauptstadt des Staus
Und damit zu den weiteren Meldungen aus Berlin.
`tschuldigung, um Schneckentempo dreht sich auch die erste Nachricht. Und damit Glückwunsch nach München! Endlich nicht mehr heimliche, sondern offizielle Hauptstadt – des Staus. Autofahrer haben dort im vergangenen Jahr 51 Stunden ihres Lebens zwischen Blech und Asphalt verschwendet – so viel wie in keiner anderen deutschen Stadt. Das hat der Verkehrsdatenanbieter Inrix (Miteigentümer Porsche) ausgerechnet. Berliner, Hamburger und Stuttgarter Autofahrer verwarteten jeweils 44 Stunden. Die „B.Z.“ hat gleich mal ausgerechnet, was man in dieser Zeit so erledigen könnte: „Herr der Ringe“ als Audiobuch hören (da sei Frodo vor), von Berlin nach Dresden zu Fuß gehen (wer will das schon) – oder 44 Runden auf dem S-Bahnring drehen (Vorsicht! Ende März Ersatzverkehr Hermannstraße-Südkreuz).
Für Sybille Uken, die Vorsitzende des Fachausschusses Mobilität in der Berliner SPD, steht sowieso fest, dass es zu viele Autos in der Stadt gibt. „Das Problem des Flächenverbrauchs durch Autos kann auch nicht durch die Umstellung auf einen nachhaltigen Fahrzeugantrieb gelöst werden“, schreibt sie in einem Beitrag für das Tagesspiegel-Debatten-Portal „Causa“. Sprich: Auch zu viele E-Autos sind am Ende auch nur ein Stau mit Batterieantrieb.