Neu-Senatorin Gote – Verspielt Berlin seinen Ruf als Stadt der Wissenschaft?

Gotes Ressort soll sich um Wissenschaft, Gesundheit, Pflege und Gleichstellung kümmern. Enorme Aufgaben warten somit auf die Senatorin und ihr neues Personal. Von Lorenz Maroldt.

Neu-Senatorin Gote – Verspielt Berlin seinen Ruf als Stadt der Wissenschaft?
Foto: Christoph Soeder/dpa

Beispiel Wissen und Forschen: Ok, das verantworten die Grünen, aber wir schalten dazu mal kurz um in die Youtube-Abschiedsrede von Michael Müller – an seinem letzten Tag im Amt sagte der Regierende Bürgermeister:

Wir haben Berlin gemeinsam zu DER europäischen Forschungs- und Wissenschaftsmetropole gemacht.“

Prima! Und jetzt, wie geht es weiter? Die neue Senatorin Ulrike Gote wird im ebenfalls neu zusammengestellten Ressort Wissenschaft, Gesundheit, Pflege und Gleichstellung vor allem mit der Bekämpfung der Pandemie beschäftigt sein. Ihr Vorgänger Michael Müller, der in Personalunion auch Wissen und Forschen als Senator verantwortete, hatte zu seinem Glück (und dem der Stadt) als Staatssekretär den hoch angesehenen, versierten und erfahrenem Experten Steffen Krach an seiner Seite. Doch Krach ist weg (Regionspräsident von Hannover) und die SPD gab eine der wenigen Zukunftshoffnungen der Stadt bereitwillig aus der Hand.

Aber wen hat Ulrike Gote? Als Staatssekretärin für Wissenschaft nominierten die Grünen Armaghan Naghipour, die bisherige persönliche Referentin des bisherigen Justizsenators Dirk Behrendt (der sich noch in seinen letzten Tagen im Amt an einem tierischen Trick versuchte – Alexander Fröhlich verrät Ihnen hier, wie er geht).

Naghipour ist Juristin – nein, sorry: Volljuristin, wie betont wird – und das ist ja auch irgendwie eine Wissenschaft für sich. Aber auch genug Wissenschaft für die ganze Stadt?