Mit Abbruchhammer und Bagger: So werden Beerdigungen bei Dauerfrost in Berlin umgesetzt
Der steinharte Boden bei Dauerfrost stellt die Friedhöfe vor eine Herausforderung. Um die Gräber auszuheben, werden Bagger benötigt. Das spätere Zuschütten ist ebenso aufwendig. Von Margarethe Gallersdörfer und Jessica Gummersbach.
Tagelanger Dauerfrost bringt besondere Probleme mit sich: Beerdigungen sind aktuell wegen des steinharten Bodens deutlich aufwendiger. Das zeigt eine Checkpoint-Umfrage unter den Bezirken. Und auf vielen Friedhöfen dürfte sich die Geräuschkulisse verändert haben. „Die Gräber werden derzeit mithilfe von Baggern ausgehoben, die mit einem Stemmhammer ausgestattet sind“, schreibt Spandau. In Steglitz-Zehlendorf kommt ein Schlaghammer zum Einsatz, in Tempelhof-Schöneberg der „elektrische Bohrhammer mit mobilem Aggregat“. Das funktioniert: Bislang musste offenbar keine Beerdigung verschoben werden.
Auch nach dem Aushub bleibt‘s kompliziert: In Neukölln wird zur Befüllung des Grabes „gefrorene Erde aufgetaut“. Und Mitte erklärt zum sogenannten „Verfüllen der Gruft“: „Sollte kein frostfreier Aushub vorhanden sein, werden die Gräber mit gefrorenen Erdschollenstücken verschlossen.“ Bei Tauwetter komme es dann „zu erheblichen Nachsackungen“, die mit mehr Erde kompensiert werden. Wieder was gelernt.