Vor dem Impfstart fehlt noch immer Personal

In einer Woche soll in Berlin losgepiekst werden. Aber die Impfzentren haben zu wenig Mediziner. Wir erklären, warum. Aus dem Checkpoint. Von Lorenz Maroldt

Vor dem Impfstart fehlt noch immer Personal
Foto: Ulmer Pressebildagentur

Vor dem Impfstart fehlt noch immer genügend Personal – und dafür gibt‘s mehrere Gründe:

1) Gesucht werden Ärzte aus KV-Vertragspraxen – eine CP-Leserin, angestellte Assistenzärztin (Dr. med.), schreibt uns: „Ich wollte mich freiwillig zur Mitarbeit im Impfzentrum melden, wurde aber von der KV abgelehnt. Völlig absurd – ich impfe jeden Tag Patientinnen und verabreiche Chemotherapien. In der Klinik habe ich selbstständig Geburten betreut und operiert. Aber eine simple Impfung während der Pandemie darf ich nicht überwachen.“

2) Die Impfärzte haften persönlich für Schäden – bei einem völlig neuen Impfstoff ist die Zurückhaltung da nachvollziehbar. In den FAQ zu den Impfzentren wird ihnen mitgeteilt: „Bitte prüfen Sie, ob die abgeschlossene Berufshaftpflichtversicherung die Impftätigkeit in Impfzentren einschließt.“

3) Selbstständige Fachärzte gehören oft selbst zur Risikogruppe – da locken auch die ausgelobten 120 Euro pro Stunde nicht unbedingt. (Zum Thema Impfen heute auch der „Tweet des Tages“)