Von fünf Wochen bis „tagesaktuell“: Bearbeitungszeiten von Berliner Parkausweisen schwanken

Die Bearbeitungszeiten für Parkausweise schwanken pro Bezirk nach wie vor enorm. Ausdrucke der Anträge hinter der Windschutzscheibe werden vom Ordnungsamt nicht mehr anerkannt. Von Jessica Gummersbach.

Von fünf Wochen bis „tagesaktuell“: Bearbeitungszeiten von Berliner Parkausweisen schwanken
Foto: dpa / Ralf Hirschberger

Wer sein Auto abstellen möchte, staunt dagegen häufig: Die Bearbeitungszeiten für Anwohnerparkausweise schwanken nach wie vor enorm (Q: Antwort der Bezirke auf Schriftliche Anfrage von Lars Bocian, CDU). In Mitte wurden von Januar 2024 bis Juli 2025 rund 65.000 Parkausweise beantragt, fünf Wochen muss man aktuell auf den Sticker warten. Ärgerlich, denn Ausdrucke der Anträge hinter der Windschutzscheibe würden „vom Ordnungsamt nicht mehr anerkannt“.

In Pankow wurden im gleichen Zeitraum rund 53.000 Vignetten beantragt, Ziel sei hier „eine durchschnittliche Bearbeitungszeit von 2 bis 4 Wochen“. Ob das klappt, bleibt offen, aber immerhin: „Es kann hilfreich sein, das Antragsformular ins Auto zu legen.“ Besser läufts in Friedrichshain-Kreuzberg (rund 36.000 Anträge), wo die Vignetten „tagesaktuell“ bearbeitet werden, in Charlottenburg-Wilmersdorf (rund 35.000 Anträge) dauert es demnach drei Werktage.

Die Verkehrsverwaltung sieht übrigens bei diesem System „keinen grundsätzlichen Verbesserungsbedarf“. Na denn: Den heutigen Song unserer Checkpoint-Sommerplaylist widmen wir allen, die wahlweise auf Vignetten- oder Parkplatzsuche sind: Herbert Grönemeyer – „Mambo“.