Warum Senat und Bundesregierung Ölkonzerne mit Millionen-Förderungen bedenken
Themenwechsel: Tanken! Zwei neue Wasserstofftankstellen in Berlin werden wohl rund zwanzig Millionen Euro kosten. Die eine soll in Ruhleben entstehen, für die andere ist der Standort noch offen. Das geht aus einem internen Bericht des Senats hervor, der uns vorliegt. Fast fünf Millionen Euro davon werden vom Berliner Senat aus Steuergeld gefördert, der Löwenanteil wird vom Bund übernommen. Die Unternehmen hinter den Projekten zahlen pro neuer Tankstelle nur rund zwei Millionen Euro. Ein guter Deal.
Schauen wir mal, welche sympathischen Energiewende-Start-ups sich hier gerade ein grünes Geschäftsmodell erarbeiten: Da hätten wir also einmal den Mineralölkonzern Shell und einmal offenbar tatsächlich ein kleines Energiewende-Start-up, H2Mobility heißt das. Huch, aber wer steckt dahinter? Ach, das ist wieder Shell – und Total, Linde und Daimler. Der Gewinn von Shell betrug im letzten Jahr übrigens 42,3 Milliarden US-Dollar. Das war so viel wie nie zuvor. Beruhigend, dass die öffentliche Hand hier helfend zur Seite springt.