Neues vom Schwarzen Zwergwels

WIR GEBEN BEKANNT!“, dröhnte jüngst eine Annonce der Umweltverwaltung im Tagesspiegel. Uiuiui! Bekanntgeben wurde, dass Schwarzem Zwergwels und Fliederknöterich mit „Maßnahmeblättern“ gemäß Art. 19 der EU-Verordnung über Invasive Arten begegnet werden solle. Nun läuft die Öffentlichkeitsbeteiligung, d.h. wer etwas zum einen oder anderen vorzubringen hat, möge es jetzt tun oder für immer … Dem Fliederknöterich wird Wucher nachgesagt, aber laut Pflanzenschutzamt ist er in Berlin bisher nicht nachgewiesen worden.

Der Schwarze Zwergwels gilt als anspruchslos und vermehrungsfreudig. Davon könnte sich der durchschnittliche Bundesbürger (m/w/d) durchaus eine Scheibe abschneiden, aber unter Wasser gelten andere Regeln. Der Wels, der ca. Ende des 19. Jh. aus Nordamerika importiert wurde, aber sich auf dem Fischmarkt nicht als Cashcow erwies, wurde nach Auskunft von Wildtiergott Derk Ehlert in Berlin bisher einmal gesichert nachgewiesen – im Karpfenpfuhl in Mariendorf. Wer ein Exemplar fängt, darf es nach Belieben zubereiten.