Schulcatering

es ist ein Debakel mit Ansage: Im Juli wurde bekannt, dass der Schulcaterer „40 Seconds“ vom Land Berlin den Zuschlag für etwa 50.000 Mahlzeiten pro Schultag bekommen hatte – eine geschätzte Verzehnfachung des Volumens, das das Unternehmen vorher gestemmt hatte. Das wird nichts, unkten Branchenkenner schon damals – und nun sieht es so aus, als könnten sie recht behalten. Nach den ersten drei Schultagen lässt sich sagen:

+ Schulen wurden zu spät beliefert.
+ Schulen wurden gar nicht beliefert.
+ An Schulen wurden zu wenige Portionen geliefert.
+ Das Essen schmeckte vielerorts nicht.
+ Es sind mindestens einmal Kinder leer ausgegangen, die angewiesen sind auf diese warme Mahlzeit.
+ An mehreren Standorten konnte der Caterer nicht genügend – oder gleich gar kein – Personal  für Zubereitung und Ausgabe stellen.
+ Es fehlt an mehreren Schulen Küchenwerkzeug. So was wie Kellen. Und Wischlappen.

Die Musterausschreibung für’s Schulessen stammt von der Senatsschulverwaltung. Doch Vertragspartner sind die Bezirke – die finden den Zustand verständlicherweise „absolut inakzeptabel“ (Neukölln) und prüfen rechtliche Schritte. Die ganze Lage habe ich Ihnen hier aufgeschrieben.