Engstelle am Dreieck Funkturm: TU Berlin ruft zur Teilnahme an Groß-Umfrage auf.

Ebenso schnell wie die marode Ringbahn-Brücke abgerissen wurde, wollen Verkehrsforscher an der TU den Einfluss Ihres Verschwindens auf den Berliner Stadtverkehr untersuchen. Von Christian Latz

Engstelle am Dreieck Funkturm: TU Berlin ruft zur Teilnahme an Groß-Umfrage auf.
Foto: dpa / Hannes P Albert

Wir bleiben bei der kaputten Autobahnbrücke. Vielen Autofahrern bereitet sie schlechte Laune. Für TU-Verkehrsforscher Fabian Drews ist sie sowas wie ein Glücksfall. „Aus Wissenschaftsperspektive ist total interessant, zu beobachten, wie sich das auf den Verkehr auswirkt.“ Die TU Berlin will das nun möglichst genau untersuchen und ruft alle Berliner zur Umfragen-Teilnahme auf. Wie man sich täglich durch die Stadt bewegt, ändere eigentlich niemand über Nacht – es sei denn, es änderten sich entscheidende Faktoren, sagte Drews. Bestes Beispiel sei die Corona-Pandemie. Ähnliches erwartet er nun auch von der kaputten Autobahnbrücke: „Wir gehen davon aus, dass das langfristig zu Veränderungen in den Mobilitätsroutinen führen wird. Menschen, die zuvor mit dem Auto über die Strecke gefahren sind, dürften nun eher auf den Umweltverbund umsteigen.“

Wenn Sie das aus eigener Erfahrung bestätigen, oder verneinen können, machen Sie gerne mit. Die Forscher bitten aber auch alle anderen Berliner um Teilnahme, die nie am Dreieckfunkturm vorbeikommen. „Um eine Kontrollgruppe zu haben, sind wir darauf angewiesen, dass auch Menschen an der Umfrage teilnehmen, die gar nicht von der Sperrung betroffen sind.“ Zur Umfrage bitte einmal hier entlang.