Gewalt an Berliner Schulen nimmt zu

Schüler, die mit Messern schwingen: Seit 2020 erfasst die Berliner Polizei „Messerangriffe“ als eigene Kategorie in der Kriminalstatistik. Mit dem Tatort Schule wurden im Jahr 2020 21 Fälle so bezeichnet, im Jahr 2021 38 Fälle und 2022 54. Kleine Zahlen also, doch in der Entwicklung oho – schließlich sollte es an Berlins Schulen am besten null Messerangriffe geben. Die Kriminalstatistik für das Jahr 2023 steht noch aus. Vorab bekannt wurde allerdings, dass die „Rohheitsdelikte“ (Körperverletzung, Raub, Freiheitsberaubung) an Schulen im Vergleich zum Vorjahr um 23 Prozent angestiegen sind.
Angefragt hatte ich wegen des Schülers in Britz, der Mitte Februar von drei Mitschülern angegriffen worden war und dabei auch oberflächliche Stichverletzungen erlitten hatte. Ich habe mit Schulleitern gesprochen, die sagen: Schüler:innen werden schneller gewalttätig seit den Lockdowns

Was ist zu tun? Schulen können zum Beispiel ein Präventionsprogramm der Berliner Polizei namens „Messer machen Mörder“ nutzen. 90 Minuten lang werden Fotos von Messerverletzungen und Tatorten gezeigt, Konsequenzen verdeutlicht, Rollenspiele gespielt. Und die Motivation, überhaupt ein Messer bei sich zu tragen, gründlich hinterfragt. Lehrkräfte können die Veranstaltung beim Präventionsteam des für ihre Schule zuständigen Polizeiabschnitts anfragen – ab Klasse 9.