In Berlins Impfzentren sollen täglich Hunderte Termine verfallen
Immer mehr Termine werden in Impfzentren abgesagt. Sie können, ebenfalls wie die verschobenen, nicht neu vergeben werden. In Hausarztpraxen sieht es ähnlich aus. Von Julius Betschka
Das Wort „Impfneid“ gibt es schon, die „Impfangst“ ohnehin, der „Impfzorn“ verfliegt hoffentlich mit jeder zusätzlichen Impfung. Neu hinzu kommt: Impfegoismus. Nach Checkpoint-Informationen verfallen in Berlins Impfzentren teils Hunderte Termine pro Tag. „Von 2000 Terminen werden durchschnittlich 200-250 nicht wahrgenommen“, schreibt ein Mitarbeiter eines Impfzentrums. Die Zahl der abgesagten Termine steige stark. Das Problem: Verschobene oder abgesagte Termine sollen momentan nicht neu vergeben werden können. Sie verfallen. Ein ähnliches Problem gibt es bei Hausärzten, weil Impfwillige fünf, sechs Termine ausmachen und dann nicht absagen. Auf unsere Anfrage dazu hat die Gesundheitsverwaltung am Montag nicht geantwortet. Jeder Termin, der verfällt, ist verschenkte Zeit im Kampf um einen guten Sommer.