Corona? Für Klax ein Klax

Wir bleiben kurz in der Schule – Sie erinnern sich doch sicher noch an den großen Bildungsträger „Klax“ (als Gruppe gut 50 Millionen Euro Umsatz im Jahr, mehr als 30 Einrichtungen in Berlin)? Ja, richtig: Die hatten damals ihre Anwälte auf ein kleines Kinderhaus mit dem Namen „Klex“ in Kirchheim am Neckar losgelassen – wegen eines angeblichen Verstoßes gegen das Markengesetz (§ 14, Absatz 2, Ziffer 2), die Begründung:

Der Unterschied im Vokal (e statt a) ruft keinen für die Verneinung einer Verwechslungsgefahr ausreichend unterschiedlichen klanglichen bzw. visuellen Unterschied hervor.“ (CP v. 23.8.18).

Tja, und das ist echt gefährlich! Stellen Sie sich das mal vor: Da sagt die Mama der schwäbischen Prenzlauer-Berg-Familie morgens „Klax“, der Papa versteht aus Versehen „Klex“ – und bringt den kleinen Maximilian nach Kirchheim am Neckar (617 km über die A9). Das geht doch nicht!

So, wie kamen wir jetzt auf Klax… ach ja: Die Klax-Schule in Prenzlauer Berg könnte heute den renommierten „Deutschen Schulpreis“ gewinnen (Schirmherr: BuPrä Frank-Walter Steinmeier) – sie ist als einzige Berliner Bildungseinrichtung nominiert, und zwar in der Kategorie „Digitale Lösungen umsetzen“.

So gar nicht digital geht Klax allerdings mit den eigenen Leuten um – trotz Corona und Homeoffice-Gebot rief das Unternehmen in der vergangenen Woche die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle zu einer Präsenzveranstaltung zusammen. Dort wurde dann verkündet, dass Corona am 17. Mai vorbei ist – dann sollen alle wieder in die Großraumbüros zurück. Begründet wurde das u.a. damit, dass die Beschäftigten ja inzwischen eine Impfeinladung bekommen hätten (allerdings haben viele erst in etlichen Wochen ihren ersten Termin). Außerdem sind Selbsttests unter Aufsicht von Kollegen vorgesehen. Die neue „Betriebsordnung“, wurde noch mitgeteilt, soll dazu dienen, die „betriebliche Fitness“ aufrechtzuerhalten – tja, das klingt doch mal nach einer ansteckenden Idee.