Kosten Risikospiele
Wenn Fußballfans auf Krawall aus sind, kanns für die Clubs bald teuer werden. Künftig können die Kosten für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen von den Ländern teilweise an die Vereine weitergegeben werden, hat das Bundesverfassungsgericht entschieden. Innensenatorin Iris Spranger (SPD) erklärte umgehend, Berlin werde davon nicht Gebrauch machen wollen. Kontra gibt es aus der Grünen-Kurve: „Der Senat sollte ein Modell entwickeln, wie man die Vereine an den Kosten der Hochrisikospiele beteiligen kann“, sagte Sportpolitikerin Klara Schedlich dem Checkpoint. Die Clubs, um die es dabei gehe, seien „Unternehmen mit Millioneneinnahmen“. Und selbst wenn die Lage bei Hertha und Union verhältnismäßig entspannt sei, wisse man nie, wer fürs Pokalfinale nach Berlin komme.
Eine „bundeseinheitliche Regelung“, fordert Stephan Standfuß, sportpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. Bis dahin, solle Berlin den Ball flach halten. Er fände eine Kostenbeteiligung der Clubs aber Denkbar: „Ich glaube, dass da noch drüber zu reden ist.“ Insgesamt haben sich bislang fünf Bundesländer dafür (Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Saarland), vier dagegen ausgesprochen (neben Berlin noch Bayern, NRW, und Sachsen). Und in welcher Kurve stehen Sie?