Spritzen, Kanülen und Brandflecken im Hausflur

Die Bundes-Drogenbeauftragte kritisiert Berlins Drogenpolitik. Ein Familienvater schildert, wie dramatisch die Situation in Neukölln ist. Aus dem Checkpoint. Von Stefan Jacobs.

Spritzen, Kanülen und Brandflecken im Hausflur
Foto: Boris Roessler/dpa

Der Berlin-Tourismus boomt. Insbesondere der „Cannabis-Tourismus“, konstatiert Daniela Ludwig (CSU), Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Sie kritisiert die im Bundesvergleich hohen 15 Gramm, deren Besitz in Berlin straffrei bleiben kann. Von R2G kommt scharfer Widerspruch – und aus der CP-Leserschaft eine dramatische Illustration des drogenpolitischen Status Quo: „In letzter Zeit sind immer wieder Abhängige in unsere Häuser eingedrungen, wo sie ihre Drogen zubereiten und Brandspuren hinterlassen, sodass es nur eine Frage der Zeit ist, bis tatsächlich ein Brand entsteht“, schreibt Pascal K., der mit zwei Kindern (4 und 6) in der Boddinstraße in Neukölln wohnt.