Eröffnung der Staatsoper mit kleinen Mängeln
Die StaatsoBER ist eröffnet - aber noch nicht ganz fertig. Bei der Premiere gestern Abend hingen auf den Herrenklos noch lampenlose Kabel aus dem Gebälk, während auf der Damentoilette Dank Denkmalschutz das traditionelle Trauerspiel geboten wurde: Wie schon zu Kaisers Zeiten gilt dort die Formel „Andrang minus Angebot geteilt durch Pausendauer plus Sekt mal Blasendruck hoch 2 gleich Missvergnügen.“ Es kommentiert unser Gastautor Johann Wolfgang von Goethe: „Was Sie von dem Gange der Oper sagen, finde ich sehr gut.“
Die Opern-Sanierung hat der Senat übrigens in einer Hochglanzbroschüre verewigt - Auflage 2000, Kosten 35.000 Euro, Abgabe umsonst (aber nur an wichtige Leute). Der Senat teilt mit: „Der vorliegende Band dokumentiert ein Jahrhundertprojekt und soll „dem Außenstehenden die Komplexität des Bauvorhabens erläutern“ - vom Untersuchungsausschuss zum Pannenbau allerdings kein Wort. Dazu die Abgeordnete Sabine Bangert: „Ich bin in gespannter Erwartung der Publikation zum BER - von der Komplexität her sicher ein Jahrtausendprojekt.“