Baumfällen im Sinn der Fische
Kettensägenmassaker am Lützowplatz: Das berüchtigte Grauflächenamt ließ hier gestern Hainbuchen, Götterbäume, Eichen, Schnurrbäume, einen Kirschbaum, eine Ulme und eine Platane fällen - und warum? Na logo: Um ein Fischsterben zu verhindern. Glauben Sie nicht? Dann lesen Sie mal die offizielle Erklärung: „Die Baumfällarbeiten waren nötig, da die Bäume auf dem unterirdischen Regenauffangbecken der Berliner Wasserbetriebe standen. Sie wurden ohne Kenntnis der vertraglichen Regelungen des Landes Berlin mit den BWB in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts dort durch das damalige Gartenamt gepflanzt. Das Regenbecken wird nun erweitert, und saniert, um bei Starkregen den ungehinderten Überlauf des Regenwassers in den Landwehrkanal und damit eine ökologische Katastrophe (Fischsterben) zu verhindern.“ Es kommentiert die Schlagersängerin Alexandra: „Mein Freund, der Baum, ist tot. Er fiel im frühen Morgenrot. Wer wird mir nun die Ruhe geben, die ich in deinem Schatten fand? Mein bester Freund ist mir verloren, der mit der Kindheit mich verband.“